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Fachbereich 62 - Abfallwirtschaftsmanagement


Häufig gestellte Fragen zum Gelben Sack

1. Was darf in den Gelben Sack hinein?
ganz einfach: nur leere Verpackungen; und zwar:
  • VERPACKUNGEN aus Kunststoff (z. B. Nudel- und Bonbontüten, Joghurt- und Margarinebecher, Apfelsinennetze, Spülmittel- oder Duschgelflaschen, Verpackungsstyropor, geschäumte Fleischschalen, usw.)
  • VERPACKUNGEN aus Metall (z. B. Konservendosen, Deckel, Alufolie, Tuben, Getränkedosen)
  • VERPACKUNGEN aus Verbundmaterial (z. B. Suppenbeutel, Chipstüten, Kaffeeverpackungen, Tiefkühlverpackungen, Milchtüten und Getränkekartons) 

Tipps: Drücken Sie bei Konservendosen den scharfkantigen Deckel einfach in die Dose hinein, damit der gelbe Sack nicht gleich aufreißt. Wenn Sie Getränkekartons und Plastikflaschen zusammendrücken, sparen Sie eine Menge Platz! Große Styroporverpackungen (kein Dämm-Material) oder große leere Kunststoffkanister aus dem privaten Haushalt stellen Sie am Abholtag einfach neben den Gelben Säcken bereit

2. Was gehört nicht in den Gelben Sack?
  • Plastikgegenstände, die keine Verpackungen sind! z.B. Zahnbürsten, Klarsichthüllen, Plastikhandschuhe, Spielzeug, Putzeimer, Schaumgummi, Dämmstoffe, Abdeckfolie. All diese Sache gehören in die Restmülltonne.
  • Glas: Für die Flaschen gibt es die Glascontainer an den Wertstoffhöfen und den Containerinseln
  • Papier: dafür haben Sie die Papiertonne.
  • Problemabfälle: die können am Schadstoffmobil oder an der Problemmüllsammelstelle am Entsorgungszentrum Deponie Gosberg abgegeben werden.
  • Windeln oder kaputte Schuhe haben im Gelben Sack nichts zu suchen. Dafür gibt es die Restmülltonne!

Falsch befüllte gelben Säcke werden vom Entsorger nicht mitgenommen. Auch beim Sperrmüll, beim Entsorgungszentrum Deponie Gosberg und an den Wertstoffhöfen werden diese nicht angenommen.

3. Warum darf man keine anderen Kunststoffe über den Gelben Sack entsorgen?
Über diesen Punkt machen sich Experten aus Politik und Abfallwirtschaft und schon seit geraumer Zeit Gedanken. In einigen Städten Deutschlands werden gemischte Wertstofftonnen erprobt. Seit Juni 2012 gilt ein neues Kreislaufwirtschaftsgesetz. Ob bundesweit diese gemeinsamen Erfassung von Verpackungen und/oder Gebrauchsgegenstände aus Metall und Kunststoff eingeführt wird, wird sich in den nächsten Jahren zeigen.
Die privatwirtschaftlichen dualen Systeme finanzieren derzeit eben nur den Entsorgungsweg für Verkaufsverpackungen, nicht aber für andere Plastikprodukte.

4. Wann und wie oft wird der Gelbe Sack abgeholt?
Der Gelbe Sack wird etwa alle vier Wochen abgeholt. Dieser Turnus ist in ländlich strukturierten Gebieten wie dem Landkreis Forchheim seitens des Dualen Systems Deutschland "Grüner Punkt" so festgelegt. Dadurch sollen Umweltbelastungen, wie CO2-Emissionen, Feinstaub, Lärm und Verkehrsaufkommen auf das unbedingt notwendige Maß reduziert werden.
Abholtermine für den Gelben Sack: hier.
Den Gelben Sack legen Sie am vorgegebenen Abholtag (bis spätestens 6 Uhr) an die Stelle, wo Sie ansonsten die Mülltonne zur Leerung bereitstellen.

5. Wer holt die Gelben Säcke ab?
Das erledigt die Firma Hofmann aus Büchenbach (Landkreis Roth) (Tel. 0800 / 1004 337 kostenfrei aus dem Festnetz). Den Auftrag dazu hat das Duale System Deutschland ("Der Grüne Punkt") erteilt.

6. Was ist das "Duale System" ?
Die dualen Systeme bilden ein zweites Entsorgungssystem neben der öffentlichen Abfallwirtschaft. Diese privatwirtschaftlichen Systeme sind bundesweit für den Gelben Sack zuständig. Sie lassen die Gelben Säcke aus relativ dünner Folie herstellen, damit die Säcke wirklich nur für die Sammlung der leichten Verpackungen verwendet werden. Zudem wird bei dünneren Säcken natürlich wertvolles Erdöl bei der Herstellung gespart.

7. Warum gibt es nicht die Gelbe Tonne?
Bei der Umstellung weg vom Wertstoffhofsystem hin zum Holsystem entschied sich die Mehrheit der Kreisräte für den Gelben Sack. Der Abfuhrrhythmus mit vier Wochen wurde ebenfalls vom Kreistag beschlossen. Und darauf beruhen die Verträge, die dann das Duale System mit den Entsorgern abgeschlossen hat. Vielleicht gibt es in ein paar Jahren die sog. Wertstofftonne, das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz wird dafür die Grundlage legen.

8. Wie bekommt man die Gelben Säcke?
Bei Bedarf erhält man eine Rolle gelber Säcke an den Wertstoffhöfen des Landkreises und am Entsorgungszentrum Deponie Gosberg (nicht am Wertstoffhof der Firma Fritsche in Forchheim, Steinbühlstraße).
Ende des Jahres werden durch die Firma Hofmann wieder gelbe Säcke an die Haushalte ausgeteilt.

9. Was machen Gewerbebetriebe? (pdf)

10. Was passiert, wenn man einen Abfuhrtermin verpasst hat oder der Gelbe Sack liegen geblieben ist?
Haben Sie mal versäumt, den Gelben Sack rechtzeitig an der Straße bereitzustellen, warten Sie bitte bis zum nächsten Abholtermin. Räumen Sie die Gelben Säcke bitte wieder vom Gehsteig weg und stellen Sie diese beim nächsten Abfuhrtermin rechtzeitig bereit.
Für sonstige Störungen bei der Abholung der Gelben Säcke: Hotline  0800 / 1004 337 Firma Hofmann.

11. Was passiert mit dem Inhalt der eingesammelten Gelben Säcke?
Die in den Gelben Säcken gesammelten Verpackungen müssen in Sortieranlagen noch nach verschiedenen Wertstoffsorten sortiert werden. An der Sortieranlage geht dann fast alles maschinell. Das Gemisch muss aufgelockert werden, der Inhalt der Gelben Säcke wird grob gesiebt, um Staub und kleinste Teile abzutrennen. Anschließend kommt das Verpackungsgemisch auf Laufbänder, wo fast alles vollautomatisch sortiert wird. Mit Hilfe von Magneten werden z. B. die Weißblechdosen herausgezogen. Dichte, Partikelgröße, elektrische Leitfähigkeit und optische Eigenschaften der Verpackungsmaterialien helfen als weitere Trennmerkmale bei der automatischen Sortierung. Ganz ohne Menschenkraft geht es aber doch nicht. Einige Leute stehen an den Sortierbändern und fischen, wenn es nötig ist, per Hand Sachen raus, die eigentlich nicht in den Gelben Sack gehören: Schaumgummi, Restmüll, Windeln, Plastikspielzeug, Dreckfolie usw. Wenn die verschiedenen Sorten mehr oder weniger säuberlich getrennt voneinander daliegen, werden sie - abhängig von der Marktlage - möglichst gleich zu der Anlage gebracht, in der dann die tatsächliche Verwertung beginnt.


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