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Fachbereich L2 - Energie und Klima


Energiesparverordnung

In der Energieeinsparverordnung sind die frühere Wärmeschutz- und Heizungsanlagen-Verordnung zu einer einheitlichen Verordnung zusammengefasst worden. Umfassende Infomationen zur Energieeinsparverordnung unter: www.enev-online.net

Für manche Fälle ist noch die alte Energieeinsparverordnung 2007  bzw. EnEV 2004 relevant.

Seit dem 1. Oktober 2009 gilt die neue Energieeinsparverordnung 2009. Dadurch werden die Anforderungen an die energetische Qualität von Neubauten und an die Modernisierung von Altbauten verschärft. Im Vergleich zur EnEV 2007 wird der Energiebedarf für Heizung und Warmwasser in Wohn- und Nichtwohngebäuden um durchschnittlich 30 Prozent gesenkt.

Für Bauherrn und Eigentümer, die ihre Gebäude komplett oder teilweise sanieren oder neu bauen, gelten (bei Bauantragstellung nach dem 01. Oktober 2009) folgende Regelungen:

Neubauten: Wird ein Haus neu gebaut, muss sein gesamter Jahresprimärenergiebedarf um 30 Prozent niedriger liegen als noch nach der EnEV 2007 erforderlich. Dabei muss die Wärmedämmung der Gebäudehülle im Durchschnitt 15 Prozent effizienter sein als bisher.

Altbauten: Werden größere bauliche Maßnahmen an der Gebäudehülle durchgeführt - wie das Dämmen der Wände oder der Austausch von Fenstern - müssen die neuen Bauteile einen 30 Prozent besseren energetischen Wert erreichen als bisher gefordert. Alternativ kann der Haussanierer dafür sorgen, das der Jahresprimärenergiebedarf des gesamten Gebäudes um 30 Prozent sinkt. Dafür müsste neben einer energieeffizienten Gebäudehülle eine moderne Heizungsanlage eingebaut werden.

Folgende Neuregelungen und Übergangsfristen gelten für alle Eigentümer seit 01. Oktober 2009:

Nachtstromspeicherheizungen: In Wohngebäuden mit mindestens sechs Wohneinheiten müssen Nachtstromspeicherheizungen, die älter als 30 Jahre sind, bis 2019 durch effizientere Geräte ersetzt werden. Ausnahme: Geräte, die nach 1990 eingebaut wurden, müssen erst 30 Jahre nach Einbau ausgetauscht werden.

Dachdämmung: Bis Ende 2011 muss die oberste begehbare Geschossdecke oder das Dach darüber eine Wärmedämmung erhalten.

Auch Eigentümer von älteren Gebäuden, die keine Modernisierung planen, müssen also teilweise ihre Gebäude energetisch aufbessern. Laut dem Bereichsleister der Deutschen Energieagentur sind 'diese energieeffizienten Maßnahmen wirtschaftlich und rechnen sich oft bereits nach kurzer Zeit'.

Ausführende Fachbetriebe müssen zukünftig nach Abschluss der Arbeiten eine schriftliche Unternehmererklärung an den Gebäudeeigentümer abgeben und damit nachweisen, dass sie die neue EnEV bei der Sanierung eingehalten haben. Ein Fachbetrieb, der die Erklärung nicht oder falsch abgibt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einer Geldstrafe rechnen.

Informationsblatt zur Energieeinsparverordnung (pdf)



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