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Fachbereich 44 - Umweltschutz, Wasserrecht


Landratsamt Forchheim, Wasserrecht
Postanschrift: Am Streckerplatz 3, 91301 Forchheim
Dienststelle: Oberes Tor 1, 91320 Ebermannstadt, Ebene 1
Tel. 09191 / 86-4409
Fax 09191 / 86-4018
E-Mail: umweltschutz@lra-fo.de


Ihre Ansprechpartner:

Wasserrecht (technisch)
Herr Stöcklein
09191 / 86-4409
Wasserrecht (technisch)
Herr Hack
09191 / 86-4410


Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (anlagenbezogener Gewässerschutz)

Wasser ein schützenswertes Gut!

Meere und Ozeane bedecken drei Viertel der Erdoberfläche unseres „Blauen Planeten“. Die gesamte Wassermenge der Erde besteht zu über 97 Prozent aus Salzwasser. Der Rest, also weniger als 3 Prozent, aus Süßwasser. Davon sind drei Viertel gefroren, vornehmlich am Nord- und Südpol. Neun Zehntel des verbleibenden Viertels wiederum befinden sich unter der Erde als Grundwasser. Ein winziger Bruchteil bleibt entsprechend für Seen, Bäche und Flüsse übrig. Wasser ist Leben. Ohne dieses Element wäre ein leben auf der Erde nicht möglich.

Anlagenbezogener Gewässerschutz  –  Vorsorge vor Sanierung!

Eine umweltgerechte Gewässerschutzpolitik verlangt deshalb nicht nur die Abwehr drohender Gefahren und Beseitigung eingetretener Schäden, sondern in erster Linie den vorsorgenden Schutz und die schonende Inanspruchnahme der natürlichen Ressourcen.

Der Umgang mit wassergefährdenden Stoffen ist nicht ohne Risiko. Störungen und Unfälle zeigen dieses Gefährdungspotenzial immer wieder.

Zum Schutz des Grundwassers und der Oberflächengewässer gelten deshalb zahlreiche sicherheitstechnische Anforderungen, die bei Anlagen zum Lagern, Abfüllen, Umschlagen, Herstellen, Behandeln und Verwenden wassergefährdender Stoffe sowie bei Rohrleitungsanlagen beachtet werden müssen damit Störfälle und Betriebsstörungen gar nicht erst auftreten können oder durch gezielte Vorsorge minimiert werden.

Der Anlagenbetreiber ist dafür verantwortlich, dass Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen so beschaffen sind und so geplant, errichtet, betrieben und stillgelegt werden, dass von ihnen keine Gefährdung für die Umwelt ausgehen.

Die nötigen technischen, organisatorischen und standortbezogenen Anforderungen zur Reinhaltung der Gewässer werden im Wasserhaushaltsgesetz und der Anlagenverordnung bestimmt. Sie unterliegen der behördlichen Überprüfung. Amtlicher Sachverständiger für Vorhaben im Landkreis und der Stadt Forchheim ist die Fachkundige Stelle für Wasserwirtschaft am Landratsamt Forchheim.

Der Antragsteller hat mit Vorlage der Antragsunterlagen (pdf) nachzuweisen und plausibel zu belegen, dass bei der Errichtung oder wesentlichen Änderung von Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen insbesondere auch die einschlägigen Vorschriften und allgemein anerkannten Regeln der Technik zum vorbeugenden Gewässerschutz beachtet und eingehalten werden. Die hierzu erforderlichen Angaben und Unterlagen sind in prüffähiger Form vorzulegen. Soll von wasserrechtlichen Anforderungen abgewichen werden, ist ein Gutachten eines anerkannten Sachverständigen mit vorzulegen, in dem ein gleichwertiges Sicherheitsniveau bescheinigt wird.

Vorbeugenden Gewässerschutz kann Jeder praktizieren!
  • gefährliche Stoffe vermeiden, wenn unvermeidbar, vom Wasserkreislauf fern halten
  • nur umweltverträgliche, abbaubare Stoffe in den Wasserkreislauf bringen und diese auf ein Mindestmaß reduzieren
  • Reststoffe schadlos entsorgen

Antragsunterlagen (pdf)

Weitere Informationen
Bayerisches Landesamt für Umwelt (Umgang mit wassergefährdenden Stoffen)
Bayerisches Landesamt für Umwelt (Begriffserklärung)
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit


[ Aufgabenbereiche > Natur & Umwelt > Wasserrecht ]