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„Coffee to go again“ - Initiative gegen die Becherflut


05.10.2017 (Quelle: Abfallwirtschaft)
Ob Kaffee karamellisiert oder geeist – das Lieblingsgetränk der Deutschen wird in Coffeeshops mittlerweile in allen Variationen angeboten. Meist gibt es das Getränk auch zum Mitnehmen. Für den Kunden zwar praktisch – für die Umwelt ein Graus. Die Kehrseite des Konsums ist nicht nur ein riesiger Ressourcenverbrauch für die Herstellung von to-go-Bechern, sondern auch überfüllte Abfalleimer.
In Deutschland werden jedes Jahr etwa 2,8 Milliarden Einwegbecher verbraucht. Für deren Herstellung werden ca. 1,5 Milliarden Liter Wasser eingesetzt. Das entspricht etwa einem halben Liter pro Becher und dem Jahresverbrauch von 32.000 Menschen. Zusätzlich müssen etwa 43.000 Bäume für Papier gefällt und 11.000 Tonnen Kunststoff für die Innenbeschichtung aufgewendet werden. Allein mit der für die Erzeugung benötigten Energiemenge könnte man eine Kleinstadt ein Jahr lang versorgen. Paradox erscheint dabei, dass jeder Becher im Schnitt nur 15 Minuten in Gebrauch ist und anschließend im nächstgelegenen Mülleimer oder zuweilen auch schon mal in der freien Natur landet. In Deutschland fielen im Jahr 2016 allein für to-go-Getränkebehältnisse samt Deckel ca. 160.000 Tonnen Abfall an. Dass diese hinterher nur durch höchst aufwendige Verfahren sehr schwer bis gar nicht recycelt werden können, wissen nur die Wenigsten.

Da erscheint Mehrweg als der wohl bessere Weg. Die von der jungen Unternehmerin Julia Post ins Leben gerufene Initiative „Coffee to go again“ setzt sich vermehrt in deutschen Städten für ein alternatives Mehrwegverfahren ein und ruft Filialen zur Teilnahme auf. Gäste können in mit dem entsprechenden Logo ausgestatteten Läden ihren eigenen Becher oder Tasse mitbringen, dort befüllen lassen und so durch den Verzicht auf Einwegbecher Nachhaltigkeit fördern. Selbstverständlich müssen dabei beiderseits Grundregeln der Hygiene eingehalten werden. Grundsätzlich ist es gestattet, mitgebrachte Behältnisse befüllen zu lassen – diese sollten jedoch gespült und sauber sein. Die Aktion eignet sich zudem auch zu Werbezwecken. Teilnehmende Geschäfte können Mehrwegbecher beispielsweise bedruckt mit dem eigenem Logo als Werbeträger verkaufen. Mehrwegbecher (z.B. Thermobecher) mit Ihrem Firmenlogo eignen sich auch hervorragend als Weihnachtsgeschenk für Ihre Firma. Vor allem, wenn Ihre Mitarbeiter viel unterwegs sind, wie z.B. Vertreter, Monteure oder Handwerker.

Über 360 Cafés und Bäckereien bundesweit konnte Julia Post von ihrer Idee schon überzeugen. Auch in Forchheim ist die Initiative angekommen. Jedes Geschäft, das sich beteiligen möchte, erhält nach Anfrage an das Landratsamt Forchheim einen kostenlosen Logo-Aufkleber, der gut sichtbar im Eingangsbereich angebracht werden sollte (Kontakt: abfallwirtschaft@lra-fo.de oder 09191/866202).

Mitmachen lohnt sich! Sowohl Verbraucher, als auch Kaffeegeschäft können so ihren eigenen Beitrag zu einem freundlicheren Umgang mit der Umwelt leisten, unnötige Abfälle vermeiden und Ressourcen schützen.

Welche Filialen in Ihrer Nähe bereits an der Initiative beteiligt sind und nähere Informationen finden Sie auf unserer Homepage und unter www.coffee-to-go.de.


Forchheim, 05.10.2017
Pressestelle



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