Neuanmeldungen an Gymnasien und Realschulen im Landkreis Forchheim
An den drei Realschulen und drei Gymnasien im Landkreis Forchheim fand Mitte Mai die Anmeldewoche statt. Nachdem auch der Probeunterricht in der Woche vor den Pfingstferien durchgeführt wurde, liegen nun die endgültigen Anmeldezahlen vor.
Was in anderen Kommunen bereits seit Jahren Praxis ist, musste in diesem Jahr erstmals auch im Landkreis Forchheim umgesetzt werden: Die Steuerung der Neuanmeldungen an den weiterführenden Schulen. Aufgrund von Platzmangel kann die Realschule Forchheim fürs Schuljahr 2026/27 nur noch fünf Eingangsklassen aufnehmen – in den Vorjahren waren es in der Regel sechs gewesen, durch die Rückkehrer vom Gymnasium stieg die Jahrgangsgröße häufig auf sieben Parallelklassen an. Dies ist nun räumlich nicht mehr zu stemmen, zumal die demografische Prognose des Einzugsbereichs einen weiteren Schülerzuwachs für die nächsten Jahre erwarten lässt.
Konkret hieß das, dass die Realschule Forchheim nur noch Kinder aus landkreiseigenen Gemeinden aufnahm und zwar auch nur noch aus solchen, die schülerbeförderungsrechtlich keine alternative Realschule im Landkreis erreichen können. Die Neuregelungen zur Aufnahme waren bereits im Herbst 2025 an die Eltern der vierten Klassen kommuniziert worden und zeigten nun den gewünschten Effekt. An der Realschule Forchheim werden nach Durchführung des Probeunterrichts nun 122 Kinder in die fünften Klassen des Schuljahrs 2026/27 aufgenommen – im Vergleich zu 156 Kindern im Vorjahr. Dabei musste kein Kind aus dem eigenen Landkreis abgewiesen werden. Dies hätte einige Kinder aus Hallerndorf und Langensendelbach treffen können, die auch die Realschulen in Hirschaid bzw. Erlangen wählen können.
An den anderen Realschulen und auch an den Gymnasien im Landkreis Forchheim gab es in diesem Jahr keine Beschränkung bezüglich der Aufnahme. Ebenfalls fünf neue fünfte Klassen werden an der Realschule Ebermannstadt gebildet, aus 123 Neuanmeldungen. Dies sind 3 Kinder mehr als im Vorjahr. Die Änderungen in den Aufnahmeregelungen an der Realschule Forchheim haben also nicht zu sprunghaft mehr Schülerinnen und Schülern in Ebermannstadt geführt. Die Verteilung der zukünftigen Fünftklässler auf die Herkunftsorte blieb in etwa auf dem Niveau der Vorjahre, obwohl Kinder aus einigen Orten nun nicht mehr zwischen Forchheim und Ebermannstadt wählen konnten.
An der Realschule Gräfenberg ist die Anmeldezahl dagegen deutlich gewachsen im Vergleich zum Vorjahr, nämlich von 82 auf 113. Da der Einzugsbereich sich allerdings kaum mit dem der Realschule Forchheim deckt, ist dies wohl eher auf die demografische Entwicklung und die gestiegene Attraktivität der Schule dank umfassender Sanierung und Erweiterungsbau zurück zu führen. Die Schule hat daher auch Platz für den Schülerzuwachs. Während es im letzten Jahr vier kleine Klassen gab, ist für das neue Schuljahr noch unklar, ob vier oder fünf Eingangsklassen entstehen.
Ebenfalls deutlich angestiegen sind die Anmeldezahlen am Ehrenbürg-Gymnasium in Forchheim. 173 Kinder werden dort im nächsten Schuljahr in sechs Eingangsklassen sitzen – eine ganze Klasse mehr als im Vorjahr (146 Kinder in fünf Klassen). Seit der Umstellung auf G9 ist das EGF auf über 1000 Schülerinnen und Schüler angewachsen und stößt damit nun auch bald an seine Kapazitätsgrenze.
Auch am Herder-Gymnasium gab es mehr Neuanmeldungen als im Vorjahr. Hier werden im kommenden Schuljahr wie schon seit einigen Jahren vier Eingangsklassen gebildet, mit 108 Schülerinnen und Schülern (Vorjahr: 94).
Ähnlich viele Schülerinnen und Schüler haben sich für das Gymnasium Fränkische Schweiz in Ebermannstadt entschieden, nämlich 104. Also wird es auch dort die traditionellen vier Eingangsklassen geben. Im Vorjahr hatte es am GFS 112 Anmeldungen gegeben.
Außer an der Realschule Forchheim wurden an allen weiterführenden Schulen auch Kinder von außerhalb des Landkreises Forchheim aufgenommen. Im Gegenzug besuchen viele Kinder und Jugendliche aus dem Landkreis auswärtige Schulen – insbesondere in Hirschaid, Erlangen, Spardorf und Eckental. Seit vielen Jahren wird also bezüglich der weiterführenden Schulen landkreisübergreifend zusammengearbeitet und dies wird auch in den nächsten Jahren so bleiben (müssen). Denn die großen Geburtsjahrgänge sind überschaubar – nach dem „Gipfel“ im Jahr 2021 sinken die Geburtenzahlen wieder rapide, und zwar nicht nur im Landkreis Forchheim, sondern auch in den benachbarten Städten und Landkreisen. Etwa ab 2032 kommt der Geburtenrückgang somit an den weiterführenden Schulen an – bis dahin muss an Gymnasien und Realschulen in der Region zusammengerückt oder eben steuernd eingegriffen werden, so dass die Auslastung in den „vollen Jahren“ einigermaßen gleichmäßig und an allen Schulen stemmbar bleibt. Temporäre Erweiterungen an einzelnen Schulen lohnen sich aufgrund der kurzen Zeitspanne kaum – und sollten sie doch nötig sein, müssen sie sorgfältig überlegt und geplant werden, denn unglücklicherweise fallen die großen Schülerjahrgänge mit einer leeren Haushaltskasse im Landkreis Forchheim zusammen.
Forchheim, 10.06.2026
Pressestelle