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Fachbereich 35 - Gesundheitsamt


Informationen zur Hand-Mund-Fuß-Krankheit







Was ist das?
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine meist
harmlos verlaufende Viruserkrankung, die mit leichtem Fieber und
flüchtigem Hautausschlag im Mund, an den Händen und Füßen einhergeht.
Sie tritt weltweit gehäuft in den Sommer- und Herbstmonaten auf.Verursacht
wird diese Erkrankung durch Viren wie z.B. Coxsackie-A-Viren oder
Enteroviren. Diese Viren können neben der Hand-Fuß-Mund-Krankheit auch
andere Erkrankungen wie Angina,  Sommergrippe oder sogar
Hirnhautentzündung auslösen. Es wird eine langjährige Immunität
beschrieben.
Für Schwangere wurden bisher keine Schäden an
ungeborenen Kindern beobachtet. Akute Erkrankung während der Geburt kann
jedoch zu schweren Erkrankungen beim Neugeborenen führen.


Wie kann man sich anstecken?
Die Übertragung der Viren
erfolgt von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen)
und durch Schmierinfektion (mangelhafte Hände- und Lebensmittelhygiene).
Der Bläscheninhalt, Speichel und Stuhl sind infektiös. Ein Teil der
Infizierten erkrankt nicht, sie können dennoch das Virus ausscheiden.


Wie lange ist ein Erkrankter ansteckend?
Die
Ansteckungsfähigkeit besteht schon 2-3 Tage vor Ausbruch der Erkrankung
und in der akuten Krankheitsphase. Das Virus kann mehrere Wochen im
Stuhl nachweisbar sein.


Was sind die typischen Symptome?
Etwa 2 bis 6 Tage
(längstens 35 Tage) nach der Ansteckung bildet sich auf der Haut eine
entzündliche Rötung, die später in weißgraue Bläschen übergeht. Meist
treten die charakteristischen Hautveränderungen zuerst im Gesicht auf,
besonders um Mund und Nase. Gleichzeitig bilden sich in der Mundhöhle
Bläschen und kleine, schmerzhafte Geschwüre (Aphten). Insgesamt dauert
die Erkrankung 8 – 12 Tage. Der Virusnachweis kann möglicherweise aus
dem Blutserum (Antikörper-Titer) erfolgen, dies ist aber zumeist nur im
Falle einer Infektion in der Schwangerschaft oder Komplikationen nötig.


Wann sollten Sie einen Arzt konsultieren?
Sie sollten einen Arzt aufsuchen, um andere Krankheiten mit ähnlichen Symptomenauszuschließen.
Insbesondere wenn Ihr Kind hohes Fieber bekommt, unter Erbrechen,
Kopfschmerzen, Lähmungserscheinungen, Blasen- und Enddarmstörungen,
Krämpfen oder Bewusstseinstrübung leidet oder wenn die Rachenmandeln mit
eitrigen Pünktchen oder größeren Belägen bedeckt sind, raten wir zum
Arztbesuch.


Wie kann man die Krankheit behandeln?
Prinzipiell heilt
die Erkrankung selbstständig ab. Eine spezifische Therapie der
Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist nicht erforderlich, die Therapie beschränkt
sich auf die Symptome. Schmerzende Bläschen im Mund können durch das
Auftupfen oder Spülen mit schmerzlindernden und entzündungshemmenden
Tinkturen behandelt werden. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind trotz der
schmerzhaften Bläschen im Mund genügend trinkt, um die Gefahr der
Austrocknung zu vermeiden.


Kann man die Ansteckung vermeiden?
Vermeiden Sie engen
Kontakt mit Erkrankten. Achten Sie vermehrt auf Ihre Händehygiene,
insbesondere vor dem Kontakt mit anderen, vor dem Umgang mit
Lebensmitteln und nach dem Toilettenbesuch. Benutzen Sie keine
Gemeinschaftshandtücher, reinigen Sie Kontaktflächen und Spielgeräte und
waschen Sie rohe Lebensmittel vor dem Verzehr. Der Inhalt der Bläschen
ist als infektiös zu betrachten.


Sind Maßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz nötig?
Die
Erkrankung ist nicht namentlich meldepflichtig. Es handelt sich um ein
häufig auftretendes, normalerweise unangenehmes, aber harmloses
Krankheitsbild, dessen Dauer oder Häufigkeit nicht durch behördliche
Maßnahmen wie Impfung oder Absonderung beeinflusst werden kann. 
Entsprechend gibt es keine gesetzlichen Verbote für den Besuch von
Kindergärten und Schulen. Erkrankte sollten bis zum Verschwinden der
Haut- und Schleimhautveränderungen keine Gemeinschaftseinrichtung
(Kindergarten, Schule, Schwimmbäder) besuchen. Für Familienangehörige
eines Erkrankten gibt es keine Einschränkungen!

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