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Fortbildungsveranstaltung „Humanmedizin und Zahnmedizin im Dialog“


09.10.2018 (Quelle: Gesundheitsregionen Plus)
Auf Initiative der Arbeitsgruppe „Sektorübergreifende Kommunikation" der Gesundheitsregionplus fand die erste Vernetzungsveranstaltung „Humanmedizin und Zahnmedizin im Dialog" statt.
Dazu hatte die Gesundheitsregionplus zusammen mit dem Ärztlichen Kreisverband, dem Forchheimer Förderkreis für Qualitätsorientierte Zahnheilkunde und dem Ärztenetz UGeF die Hausärzte, die Fachärzte, die Zahnärzte, die Kieferorthopäden und die Mund-/Kiefer- und Gesichtschirurgen in der Region zur Fortbildung eingeladen. Ziel der Veranstaltung war es, angesichts des demographischen Wandels durch den direkten Kontakt von Haus-/FachärztInnen mit den ZahnärztInnen eine engere Zusammenarbeit zu fördern, um eine geplante Behandlung noch besser abzustimmen.
Herr Professor Dr. Jürgen Gschossmann, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Klinikum Forchheim und Ärztlicher Direktor stellte dazu die neuesten Erkenntnisse mit den neuen oralen Antikoagulantien (sog. NOAKs) dar und was aufgrund der gewünschten Blutverdünnung – um Schlaganfälle zu vermeiden – insbesondere beim Zähne ziehen zu beachten ist.
Herr Prof. Dr. Dr. Marco Kesting, seit einem Jahr neuer Klinikdirektor der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgische Klinik am Universitätsklinikum Erlangen, schilderte anhand ausgewählter Patientenfälle die Spezialkenntnisse seiner Klinik, u.a. bei gutartigen Tumoren im Gesichtsbereich. Neueste Studien u.a. aus Schweden zeigen, dass die gesundheitlichen Auswirkungen von Zahnfleischerkrankungen (Parodontitis) - auf den gesamten Menschen - nach wie vor unterschätzt werden. Menschen mit Parodontitis haben ein höheres Risiko einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall, Rheuma oder eine Osteoporose zu bekommen.
Ein weiteres Thema war das Risiko, eine Kiefernekrose mit Gefahr des Kieferbruches bei Einnahme von bestimmten Medikamenten zu entwickeln. Diese Medikamente werden u.a. dann verabreicht, wenn bei Brustkrebs oder Prostatakrebs Krebszellen in den Knochen gelangt sind, bei einem Knochenkrebs und zur Osteoporose-Behandlung, Diese Patienten müssen unbedingt bei ihrem Zahnarzt einen Kontrollbesuch machen und kranke Zähne sanieren lassen, bevor die Therapie beginnt.


Forchheim, 09.10.2018
Pressestelle

Foto der Referenten und Veranstalterinnen (v. l. n. r.: Prof. Dr. Dr. Marco Kesting, Maria Schrüfer, Dr. Ursula Greiner, Herrn Professor Dr. Jürgen Gschossmann; es fehlt die Mitveranstalterin Sabine Kramp, UGeF)


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