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Equal Pay Day – Tag für gleiche Bezahlung


08.03.2019 (Quelle: Gleichstellungsstelle)

Am Montag, 18. März 2019, findet in Deutschland der „Equal Pay Day" statt. Dieser „Tag für gleiche Bezahlung" markiert symbolisch und rechnerisch jenen Zeitraum, den Frauen über den Jahreswechsel hinaus länger arbeiten müssen, um auf das durchschnittliche Jahresgehalt von Männern zu kommen. Der Equal Pay Day steht in diesem Jahr unter dem Motto „WERTSACHE Arbeit".

Infostand am 18. März in Forchheim
Um die Bürgerinnen und Bürger über die immer noch bestehende geringere Entloh¬nung von Frauen gegenüber Männern und deren Hintergründe zu informieren, ist die Gleichstellungsstelle des Landratsamtes zusammen mit verschiedenen Frauenverbän¬den des Landkreises Forchheim am Montag, 18. März 2019, dem Equal-Pay-Day, von ca. 11 bis 14 Uhr mit einem Infostand am Paradeplatz in Forchheim vertreten.
Erst vor wenigen Tagen, am 08. März 2019, haben wir den Internationalen Frauentag begangen. Bei verschiedenen Veranstaltungen des Landratsamtes wurde an die Ein¬führung des Frauenwahlrechts vor 100 Jahren und die Aufnahme des Gleichheits¬grundsatzes „Männer und Frauen sind gleichberechtigt" in den Artikel 3 des Grund¬gesetzes vor 70 Jahren erinnert. Frauen mussten sich nicht nur das Wahlrecht, sondern auch ihr Recht auf einen eigenständigen Beruf, gleichen Lohn für gleiche bzw. gleichwertige Arbeit und vieles mehr, hart erkämpfen.
Aber die tatsächliche Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist nach wie vor noch nicht in allen Bereichen des täglichen Lebens angekommen und verwirklicht.
Lohnlücke beträgt 21 Prozent
Frauen in Deutschland verdienen im Durchschnitt 21 Prozent weniger als ihre männ¬lichen Kollegen. Ziel des Equal Pay Days ist es, über den Gender Pay Gap, die sog. „Lohnlücke" zwischen Männer und Frauen und deren Ursachen aufzuklären, die viel¬fältigen Gründe von Entgeltunterschieden anzugehen und alle Beteiligten (d. h. Arbeitnehmer/innen, Unternehmer/innen, öffentliche Arbeitgeber/innen, Gewerk¬schaften) zu mobilisieren, um damit mittelfristig die geschlechtsspezifische ungleiche Entlohnung abzubauen.
Der Equal Pay Day in Deutschland fällt heuer auf Montag, den 18. März und soll diese bestehende Lohnlücke deutlich machen, wonach Frauen rechnerisch betrachtet, in den ersten Monaten des Jahres bis zu diesem Tag unentgeltlich arbeiten. Die Zahlen haben sich in den letzten Jahren kaum verändert. In Europa nimmt Deutsch¬land im Vergleich mit anderen Ländern einen der schlechtesten Plätze ein.
Allerdings gibt es Unterschiede bei der Lohnlücke, je nachdem, wie gemessen wird. Häufig sind Frauen im sozialen Bereich, z. B. in der Kranken- oder Altenpflege tätig; diese Berufe werden meist niedriger vergütet. Doch selbst wenn man die Faktoren Bildung, Berufserfahrung, Unternehmensgröße und Branche berücksichtigt, beträgt die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen in Deutschland immer noch sechs Pro¬zent. Das nennt sich „Bereinigte Lohnlücke". Dennoch ist es ungerecht, wenn Frauen mit gleichem Bildungsstand und gleicher Berufserfahrung für die gleiche Tätigkeit vom Arbeitgeber sechs Prozent weniger Lohn gezahlt bekommen als Männer, nur weil sie Frauen sind.
In Bezug auf das Motto des diesjährigen Equal Pay Days „WERTSACHE Arbeit" stellt sich schon die Frage, warum die gleiche Tätigkeit einer Frau schlechter bezahlt wird. Wo bleibt hier die Gleichberechtigung?
Die These „Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit" klingt zwar sehr einleuchtend, ist aber noch nicht Realität.
Lohngerechtigkeit könnte Fachkräftemangel und Fluktuation senken
Es sollte im Eigeninteresse der Wirtschaft und der öffentlichen Arbeitgeber/innen liegen, dieses Thema anzugehen und damit auch die Attraktivität der eigenen Unter¬nehmen zu steigern. Zudem ergeben sich für die Unternehmen vielfältige Wettbe¬werbsvorteile: Sie sparen Kosten durch eine geringere Mitarbeiterfluktuation und profitieren durch eine höhere Mitarbeiterbindung länger vom Know-How der Beschäftigten. In Zeiten, in denen immer mehr Unternehmen vom Fachkräfte¬mangel sprechen, sind das wichtige Themen.

Forchheim, 14.03.2019



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