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Landkreis zeigt Flagge für ein gleichberechtigtes Leben ohne Gewalt


24.11.2023 (Quelle: Gleichstellungsbeauftragte)
Der Landkreis Forchheim beteiligt sind auch in diesem Jahr wieder an der weltweiten Fahnenaktion der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes, die anlässlich des internationalen Aktions- und Gedenktages „NEIN zu Gewalt an Frauen!" (25. November) stattfindet.
Außerdem ergeht herzliche Einladung zum Vortrag über die Arbeit und aktuelle Situation im Frauenhaus Bamberg, der am kommenden Montag, 27. November 2023 um 19 Uhr im Kulturraum St. Gereon beim Landratsamt Forchheim stattfindet.

„frei leben ohne Gewalt" – Fahnenaktion am Landratsamt
Gewalt hat viele Facetten und sie begegnet Frauen überall: von aufdringlichen Blicken im öffentlichen Raum, sexuellen Anspielungen im Netz, der Hand eines Bekannten am Po, der plötzliche Kuss der Spielerin durch den Fußballchef, bis hin zur Vergewaltigung. Egal aus welcher sozialen Schicht oder Altersgruppe: Zwei von drei Frauen in Deutschland erfahren in ihrem Leben sexualisierte Gewalt.
Mit dem Aufziehen der farbenfrohen und weithin leuchtenden Fahnen am Land¬ratsamt Forchheim und an der Dienststelle des Landratsamtes in Ebermannstadt unterstützt der Landkreis den Aufruf der Frauenorganisation, die Öffentlichkeit wachzurütteln und ein weltweites Zeichen gegen Gewalt zu setzen, sagt Stellvertretende Landrätin Rosi Kraus.

2023 steht die Aktion unter dem Slogan #StellDichNichtSoAn - steh auf gegen sexualisierte Gewalt an Frauen! Damit soll deutlich werden, dass sexualisierte Gewalt immer noch von bedrückender Realität ist. Egal ob auf Konzerten, beim Sport, unterwegs oder in den eigenen vier Wänden: Viele Frauen schweigen, um nicht wieder hören zu müssen: "Stell dich nicht so an".
Umso wichtiger ist es, zu erkennen: Sexualisierte Gewalt betrifft uns alle - direkt oder indirekt. Mit der diesjährigen Fahnenaktion setzt TERRE DES FEMMES und das Landratsamt ein klares Zeichen gegen sexualisierte Gewalt und stellt Forderungen für die Rechte und den Schutz der Betroffenen. Stehen auch Sie auf gegen sexualisierte Gewalt!
Denn ganz gleich, ob es sich um physische, psychische oder sexualisierte bzw. häusliche Gewalt handelt: keine Frau muss sich dies gefallen lassen.
Gewalt, in welcher Form auch immer, darf niemals akzeptiert und hingenommen werden, sagt die Gleichstellungsbeauftragte Christine Galster. Wir müssen Betroffene unterstützen, darauf hinwirken, dass sie sich an entsprechende Hilfs- und Beratungsstellen wenden und schließlich den Mut haben, gegen den Täter Anzeige zu erstatten.
„Mit den Fahnen „frei leben – ohne Gewalt" und dem „HILFETELEFON-Banner" am Landratsamt Forchheim zeigt nun auch der Landkreis wieder Flagge, für ein gleichberechtigtes, selbstbestimmtes und gewaltfreies Leben von Mädchen und Frauen". Alle Mädchen und Frauen sollen frei von religiösen Zwängen und Rollenzuweisungen leben können und wissen, dass sie sich im Notfall rund um die Uhr zum Beispiel an das HILFETELEFON gegen Gewalt an Frauen, Tel. 116 016 oder das Frauenhaus Bamberg, Tel. 0951 58280, wenden können.

Informationen zum Thema:

Weitere Hilfs- und Beratungsangebote
Die Gleichstellungsstelle des Landratsamtes möchte hier nicht nur mit den Fahnen „Flagge zeigen", sondern die Öffentlichkeit und insbesondere (betroffene) Frauen auf Hilfs- und Beratungsangebote hinweisen, um Wege aus der Gewalt zu finden.

HILFETELEFON 116 016
Das HILFETELEFON gegen Gewalt an Frauen bietet an 365 Tagen rund um die Uhr eine professionelle und qualifizierte Beratung in 18 Fremdsprachen an. Unter der Rufnummer 116 016 sowie online unter www.hilfetelefon.de können sich von Gewalt betroffene Personen, aber auch Menschen aus deren sozialem Umfeld und Fachkräfte anonym, vertraulich und kostenfrei beraten lassen.

Frauenhaus Bamberg, Tel. 0951 58280 (Beratung und ggf. Unterkunft)
Bedrohte und misshandelte Frauen können sich auch direkt an rund um die Uhr an das Frauenhaus Bamberg wenden. Das Beratungsangebot des Frauenhauses beinhaltet u. a. die Unterstützung in akuten Krisensituationen oder bei der Wahrnehmung von Ansprüchen der Frauen sowie die Hilfe bei der Bewältigung der Gewalterfahrung. Eine Unterkunft im Frauenhaus bietet eine sichere geschützte Wohnmöglichkeit, wobei jede Frau ein Zimmer für sich (und ihre Kinder) erhält, jedoch den Tagesablauf selbständig und eigenverantwortlich gestalten kann. Weitere Infos www.skf-bamberg.de.

Forchheim, 24.11.2023
Pressestelle



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